Indianapolis USA

Friday, December 01, 2006

HOSPITAL - Emergency Room - appendix surgery

Wednesday November 22nd - Friday December 1st

Wie manche von euch sicherlich schon mitbekommen haben, kam ich letzte Woche unfreiweillig in den Genuss eines Krankenhaus-Aufenthaltes hier in Indy
. Tja, was ist passiert? Dienstag abend sass ich auf meiner Couch und habe TV geschaut als mich tierische Bauchschmerzen ueberfielen. Mein Versuch diese mit Tee und ner Bettflasche zu bekaempfen ging leider schief. Als sich die Situation nach 4 Stunden, was dann schon nachts um 12 Uhr war, eher verschlechtert als verbessert hatte, nahm ich dann doch mal den Telefonhoerer in die Hand und rief hilfesuchend Jan an. Leider wusste der auch nix anderes mehr was man gegen Bauchschmerzen noch machen kann. Aber als er dann gehoert hat, dass die Schmerzen schon 4 Stunden anhalten und ich kaum mehr laufen kann, hat er sofort gedraengt das ich ins Krankenhaus gehe, aber natuerlich sturr wie ich bin, fand ich das natuerlich keine gute Idee. Naja aber ich bin froh, er hat sich nicht abwimmeln lassen und sich ins Auto gesetzt, ist zu mir gekommen, hat mich gepackt und mich in den Emergency Room geschleppt.....Dort angekommen sind wir sofort drangekommen und ich wurde erstmal in nen Rollstuhl gesetzt und sie haben alle Daten aufgenommen. Nachdem ich dann in das Behandlungszimmer geschoben und dort auf ein Bett gelegt wurde fingen dann die zahlreichen Untersuchungen an.... Bluttests, abhoeren, Fieber messen, Blutdruck messen.... Es kam eine Krankenschwester nach der anderen rein, wollte entweder irgendwelche Infos oder hat irgendeine Untersuchug gemacht. Und als ich die Frage "Ob ich gerne ein Schmerzmittel haette" mit Ja beantwortete, wurde mir sofort mal ne Dosis Morphium gespritzt.... Irgendwann haben sie mir dann zwei Becher (je 0,4) hingestellt und gesagt den einen muss ich sofort und den anderen 45min spaeter trinken und danach ne Stunde warten, damit sie dann ne CT machen koennen und besser sehen koennen was da so in meinem Bauch vor sich geht... Oh man war das schrecklich sich diese beiden Becher in so kurzer Zeit einzufloessen, noch dazu weil das so schrecklich suess geschmeckt hat. Naja aber ich habs dann letztendlich geschafft und auch noch ne Stunde ausgeharrt bis ich dann in die "Roehre", was nicht wirklich ne Roehre hier ist, kam. Tja mit dem Ergebnis dass sie mir danach mitgeteilt haben, die Untersuchung ist nix geworden, da sich das Getraenk noch net richtig im ganzen Koerper verteilt hatte und sie daher keine auswertbaren Bilder machen konnten. Was dann hiess nochmal ne Stunde warten und die Untersuchung erneut machen. Naja beim zweiten mal hat es dann gott sei Dank funktioniert. Mittlerweile waren auch schon einige Stunden vergangen und ich fuehlte mich wie so ein kleines Haeufchen Elend.... Um 9 Uhr Mittwoch morgen haben sie mir dann mitgeteilt, dass sie sich nun endgueltig sicher sind, dass es der Blinddarm ist und sie operieren muessen. Ich war total geschockt, da ich net mit dem Blinddarm gerechnet hatte und vor allem noch nie eine Operation hatte. Ich bin natuerlich erstmal in Traenen ausgebrochen, da ich nicht wirklich operiert werden wollte. Aber was sollte ich machen, es blieb mir natuerlich nix anderes uebrig als zuzustimmen und meine Unterschrift zu leisten, da das alles ja auch unter Vollnarkose gemacht wird. Naja sie haben sich dann drum gekuemmert so schnell wie moeglich nen OP-Termin zu bekommen und um 11 Uhr wurde ich dann in den OP-Saal geschoben. Aufgrund der hohen Morphium-Dosis, die sie mir bis dahin schon verarbreicht hatten, kann ich mich nicht mehr an sehr viel erinnern, nur noch wie ich auf den OP-Tisch gehieft wurde. Und meine naechste Erinnerung ist dann das ich gegen 14 Uhr in meinem Zimmer aufgewacht bin und sie mir mitgeteilt haben, dass die OP gut verlaufen ist und das es ein "bad appendix" war, was bedeutet es war hoechste Zeit das er rauskam. Nun gut da lag ich nun, ohne Blinddarm, aber natuerlich immer noch mit Schmerzen und vor allem mit tierisch aufgeblaehtem Bauch, da sie mir fuer die OP viel Luft reingepumpt haben, um besser operieren zu koennen. Den mittag hab ich dann mehr oder weniger verschlafen, da ich noch ziemlich mitgenommen von der Narkose war und abends kam dann der Arzt nochmal zur Visite und meinte ich solle doch mal versuchen ein kleines Stueck zu laufen. Naja da man ja auf Aerzte hoeren soll, bin ich dann den Gang vor meinem Zimmer einmal hoch und runtergelaufen und hab mich dann wieder in mein Bett gelegt. Als ich dann ungefaehr ne Stunde spaeter zur Toilette wollte, hab ich dann allerdings voller Schrecken festgestellt, dass mein komplettes Bettzeug und Nachthemd verbluten war... tja scheinbar war das mit dem Laufen doch keine so kluge Idee des Arztes gewesen. Naja dann mussten die Schwestern eben das komplette Bett neu ueberziehen und ich bekam ein frisches Nachthemd... Nur leider war es damit nicht getan, die Wunden haben dermassen stark nachgebluten, dass alle 2 Stunden alles wieder verbluten war. Nachts um 4 war es den Schwestern dann doch etwas bange und sie haben den Arzt gerufen, der mich dann nachts um 4, in meinem Bett, ohne Narkose, nachgenaeht hat (nach der OP wurde es nur geklebt und nicht genaeht).... Ich wusste echt nicht was man eigentlich an Schmerzgrad ertragen kann, wenn es einem schlecht geht.... Naja aber es hat dann wenigstens aufgehoert zu bluten....
Und so wurde ich dann, da ja soweit sonst alles gut lief, am naechsten Mittag nach Hause entlassen :-) Man bemerke bitte, dieser Mittag war Thanksgiving.... :-( da kann man wirklcih
sagen HAPPY THANKSGIVING... eigentlich war ja geplant, dass wir zu von MI auf DO nach Chicago zur Thanksgiving Parade fahren, tja aber das fiel fuer mich leider ins Wasser.... Naja muss ich eben naechstes jahr nachholen.
Nun gut dann sass ich nun hier die folgenden Tage und hab alle 4 Stunden ne Schmerztablette genommen, da es einfach net besser werden wollte.... was auch bedeutet ich habe nachts nicht wirklich ein Auge zugemacht und konnte nicht wirklich schlafen. Ich bin dann jede Nacht gewandert zwischen meinem Bett und der Couch, da ich vor lauter liegen irgendwann acuh noch Rueckenschmerzen bekommen habe und diese nur besser wurden, wenn ich ab und zu mal ein wenig sass, was ich dann auf der Couch gemacht habe! Sonntag morgen war es dann nun soweit dass ich seelisch so fertig war, fast nicht mehr aufhoeren konnte zu weinen und meine Schmerzen mich einfach fertig gemacht haben. Was bedeutet back to the hospital... und das war ne sehr gute Entscheidung, auch wenn sie mir gleich gesagt haben sie behalten mich wieder hier, was ich eigentlich net wollte, aber sie haben festgestellt, dass ich durch die OP ne Infektion im Bauch bekommen habe und diese musste behandelt werden. Nun gab es 3 Moeglichkeiten diese zu behandeln, 1. erneut operieren und den Abzess rausholen, 2. einen katheder legen dass das Wasser raus kann oder 3. versuchen es mit Antibitioka zu behandeln und zu warten und hoffen dass es von alleine weggeht ... und siehe da Variante 3 hat angeschlagen und ich musste mich keiner weiteren OP unterziehen. Leider nur eben noch 4 weitere tage im krankenhaus im bleiben :-( Was mich gegen Ende ziemlich genervt hat und ich froh war dass der Arzt dann MI abends gesagt hat, ja ich darf heimgehen, muss mich eben allerdings weiterhin gut ausruhen und fuer 7 weitere Tage Antibiotika nehmen... Aber naja damit konnte ich leben. Nun sitze ich hier daheim und versuch mich auszuruhen.... Jeder der mich kennt, weiss das mir das ziemlich schwer faellt, da ich kein Mensch bin der tagelang nur dumm rumsitzen und niz tun kann. Aber naja da muss ich jetzt durch und ich will ja auch wieder gesund werden!

Achso und um natuerlich mit keinem anderen Patienten verwechselt zu werden, bekommt man im Krankenhaus nicht nur eins sondern sogar zwei "Hundemarken " :-)

0 Comments:

Post a Comment

<< Home